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Einstellungen Berechnungsregeln

Rundung, Rundungsregel, Solltage, Eintritt, Austritt, Änderung der Vertragsdaten, Stempelzeiten, Durchschnittsmethode, Urlaubsregel

Verfasst von Janet Hinterberger

🚩Wichtig zu wissen: In diesem Artikel werden alle verfügbaren Funktionen erklärt. Bitte beachte, dass möglicherweise nicht alle davon in deinem aktuell gebuchten Paket📦 enthalten sind. Über diesen Artikel bekommst du einen schnellen Überblick über die jeweiligen Pakete und Inhalte.

Berechnung, Regeln, Regelungen, Urlaubsregeln, Durchschnittsmethode, Rundung Solltage, Rundung Stempelzeiten, Erweiterte Einstellungen.

Zu den Berechnungsregeln gelangst du über das Zahnrad ⚙️ in der hellblauen Sidebar. Dort kannst du verschiedene Einstellungen für einzelne Module vornehmen. In diesem Fall geht es um die Einstellungen für sämtliche möglichen Berechnungsregeln in gastromatic. Hierzu gehören Urlaubsregeln, Durchschnittsmethode, Rundung Solltage und die Rundung von Stempelzeiten.

Navigation

Urlaubsregeln

Zu diesem Menüpunkt gelangst du über die Einstellungen, Abwesenheiten & Urlaubsregeln.

Mit der Funktion "Urlaubsregel" können für verschiedene Anstellungstypen individuelle Regelungen eingerichtet werden. Anhand dieser wird anschließend der Urlaubsanspruch berechnet. Die Berechnung des Urlaubskontos 📖 kannst du dir jederzeit in den Mitarbeiterdetails anschauen.

Standardmäßig ist bereits eine Regel hinterlegt, welche den gesetzlichen Mindestanforderungen in Deutschland entspricht. Diese Regel kann nicht bearbeitet oder gelöscht werden. Erstellst du eine eigene Regel, wird die Standardeinstellung "überschrieben". Bei Einstellungen-Berechnungsregeln-im Reiter Urlaub kannst du über

+ Urlaubsregeln eine neue, individuelle Regel anlegen.

Über das Feld "+ Urlaubsregel" erstellst du deine individuelle Regelung und durchläufst einen dreistufigen Prozess. Die Regel ist solange gültig, bis sie durch eine neue Regel abgelöst wird.

1. Grundeinstellung

  • Du gibst der Urlaubsregel einen Namen und wählst den betroffenen Anstellungstypen aus.

  • Du bestimmst, wie der Urlaubsanspruch bei angebrochenem Ein-/Austrittsmonat berechnet wird. Du kannst zwischen "nicht berechnet", "anteilig berechnet" und "voll berechnet" wählen.

    🚀 Beispiel: Angenommen der Mitarbeitende hat 24 Tage Jahresurlaubsanspruch bei einer 5-Tage-Woche und tritt zum 15.01. des Jahres ein. Der Mitarbeitende erhält pro Monat einen Anspruch von 2 Tagen. Wird der Anspruch für Januar anteilig berechnet, erhält er für diesen Monat (2 / 31 * 15) = 0,97 Tage. Bei voller Berechnung erhält er 2 Tage und bei nicht berechnet 0 Tage Anspruch.

  • Zudem bestimmst du, ob und wann der Resturlaub verfällt.

2. Urlaubsberechnung für Aushilfen

Im zweiten Schritt legst du die automatische Urlaubsberechnung für deine Aushilfen fest. Da diese variabel eingesetzt werden und keine Sollarbeitszeiten und Arbeitstage hinterlegt haben, orientiert sich das System für die Berechnungsgrundlage an den Regelungen, die du für deine Festangestellten verwendest.Hast du beispielsweise Festangestellte mit einer 5-Tage-Woche und einem durchschnittlichem Jahresurlaubskontingent von 20 Tagen (gesetzlicher Urlaubsanspruch), so bietet dies die Basis für die Berechnung des Urlaubstagessatzes einer Aushilfe. Bei einer 5-Tage-Woche gilt laut Bundesarbeitsgericht folgende Regelung. Daraus ergibt sich in diesem Beispiel, dass eine Aushilfe 1/13 Tag Urlaubsanspruch pro Arbeitstag erhält.

3. Urlaubsanspruch runden

Im letzten Schritt legst du fest, ob und wie der Urlaubsanspruch der Mitarbeitenden gerundet werden soll. Eine Rundung erfolgt im laufenden Kalenderjahr bei Ein- oder Austritt eines Mitarbeitenden, Wechsel des Urlaubsanspruchs und bei der automatischen Berechnung für Aushilfen.

Über das Drop-Down-Menü kannst du zwischen folgenden Rundungseinstellungen wählen:

  • "Nicht runden": Der Urlaubsanspruch wird grundsätzlich nicht gerundet.

  • "Runden (BUrlG §5)": Hier werden Bruchteile von Urlaubstagen, die mind. einen halben Tag ergeben, auf volle Urlaubstage aufgerundet. Liegen sie aber darunter, wird nicht abgerundet.0,5 Urlaubstage -> 1 Urlaubstag 0,4 Urlaubstage -> 0,4 Urlaubstag

  • "Kaufmännisch runden": Urlaubstage, die mind. oder mehr als einen halben Tag ergeben, werden aufgerundet. Urlaubstage, die weniger als einen halben Tag ergeben, werden abgerundet. 0,5 Urlaubstage -> 1 Urlaubstage 0,4 Urlaubstage -> 0 Urlaubstage

  • "Aufrunden": Hier werden Bruchteile von Urlaubstagen generell aufgerundet.0,5 Urlaubstage -> 1 Urlaubstage

  • "Abrunden": Hier werden Bruchteile von Urlaubstagen generell abgerundet.0,5 Urlaubstage -> 0 Urlaubstage

Außerdem kannst du weitere Einstellungen vornehmen:

  • Gesetzlichen Jahresanspruch nach erfüllter Wartezeit/1. Jahreshälfte gewähren: Nach sechsmonatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses im laufenden Kalenderjahr (Wartezeit), gewährst du deinem Mitarbeiter den vollen gesetzlichen Jahresanspruch.

    🚀 Beispiel: Ein Mitarbeitender (5-Tage-Woche - gesetzl. Anspruch 20 Urlaubstage) tritt am 31.07. des Jahres aus. Da der Mitarbeitende sechs Monate Wartezeit erfüllt hat, stehen ihm 20 Urlaubstage zu.

  • Zusätzlich vertraglichen Jahresanspruch nach erfüllter Wartezeit/1. Jahreshälfte gewährt wird: Nach sechsmonatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses im laufenden Kalenderjahr (Wartezeit), gewährst du deinem Mitarbeitenden vollen Anspruch auf den vertraglich vereinbarten Jahresanspruch.

    🚀 Beispiel: Ein Mitarbeitender (5-Tage-Woche - vertragl. Anspruch 30 Urlaubstage) tritt am 31.07 des Jahres aus. Da der Mitarbeitende sechs Monate Wartezeit erfüllt hat, stehen ihm 30 Urlaubstage zu.

  • Zusätzlich vertraglicher Jahresanspruch verfällt bei Austritt: Du gewährst deinem Mitarbeitenden zum Austritt nur den gesetzlichen Jahresanspruch.

    🚀 Beispiel: Ein Mitarbeitender (5-Tage-Woche - vertragl. Anspruch 30 Urlaubstage) tritt am 31.07. des Jahres aus. Da bei Austritt sein zusätzlich vertraglicher Anspruch verfällt, sinkt sein Urlaubsanspruch auf den gesetzlichen Anspruch von 20 Urlaubstagen (wenn der Haken auch bei der ersten Checkbox ✅ gesetzt ist).

Durchschnittsmethode

Zu diesem Menüpunkt gelangst du über die Einstellungen, Abwesenheiten & Durchschnittsmethode.

Bekommt ein Mitarbeitender einen Stundenlohn und die Vergütung der Abwesenheiten erfolgt auf Basis eines Durchschnittswertes, wird zur Berechnung dieses Wertes die Durchschnittsmethode herangezogen. Zur Durchschnittsmethode gelangst du in gastromatic über die ⚙️ Einstellungen - Abwesenheiten - Durchschnittsmethode. Dort ist eine Standardvorlage hinterlegt. Voreingestellt ist, dass die Berechnung auf Basis der letzten 13 Wochen (gearbeiteten Tage) beruht. Weitere Informationen zu den individuellen Einstellungsmöglichkeiten der Durchschnittsmethode und deren Auswirkungen erhältst du hier 📖.

Feiertage

Zu diesem Menüpunkt gelangst du über die Einstellungen, Berechnungsregeln & Feiertage.

In gastromatic hast du die Möglichkeit, mithilfe der Feiertagslogik in den Vertragsdaten für deine Mitarbeitende Feiertagsregeln festzulegen. Durch die hinterlegten Regeln bestimmst du, was an einem Feiertag passiert. Voraussetzung dafür ist, dass du bei Mitarbeitenden in den Vertragsdaten ein Feiertagsmodell hinterlegt hast, Details dazu findest du in diesem Handbuchartikel📖.

Bzgl. der Feiertagsbetrachtung kannst du zwischen zwei Optionen wählen: “Am Feiertag reduzieren” und “Ganze Woche betrachten”.

Standardmäßig ist in gastromatic die empfohlene Feiertagsregelung “Standardregelung” hinterlegt. Diese Einstellungen sind in der Standardregelung hinterlegt:

  • Gültigkeit: immer, solange keine neue Feiertagsregelung anlegt wird

  • Feiertagsregelung: Ganze Woche betrachten

Hinweis: Die Feiertagsregelung betrifft nur Mitarbeitende mit variablen Tagen.

Option “Ganze Woche betrachten”:

Mit dieser Regelung reduzierst du das Soll für die Woche, in der ein Feiertag liegt, variabel innerhalb der Woche. Das bedeutet, die Sollreduktion kann je nach Arbeitseinsatz oder Abwesenheit in dieser Woche an einem beliebigen weiteren freien Tag erfolgen. Dieser Tag wird dann in der Auswertung mit “0” Sollstunden bewertet. Bei einem Feiertag, der an einem Monatsende liegt, kann der sollsenkende Tag ggf. auf einem Tag des Folgemonats liegen, da gastromatic immer eine ganze Woche von Montag bis Freitag betrachtet. Der Vorteil ist, dass das Soll an einem variablen weiteren freien Tag in der Feiertagswoche gesenkt wird und nicht direkt am Feiertag. Außerdem entsteht keine Fehlzeit, wenn der Mitarbeitende am Feiertag arbeitet.

🚀 Beispiel: Ein Mitarbeitender hat eine 5-Tage-Woche, er arbeitet variabel. Wenn in einer Woche ein Feiertag auf einen Tag von Montag bis Freitag fällt, dann wird das Soll gesenkt: Er muss 4 statt 5 Tagen arbeiten. Das Soll wird nicht am Feiertag direkt, sondern an einem weiteren freien Tag in der Woche gesenkt, wenn er am Feiertag arbeitet.

Option “Am Feiertag reduzieren”:

Mit dieser Regelung reduzierst du das Soll für die Woche in der ein Feiertag liegt direkt an dem Feiertag. Dieser Feiertag wird dann in der Auswertung mit “0” Sollstunden bewertet. Der Vorteil hierbei ist, dass das Soll immer gemäß der Feiertagsregelung direkt am Feiertag reduziert wird. Hat der Mitarbeitende am Feiertag frei, dann wird dieser mit “0” Stunden bewertet. Nachteilig bei dieser Variante ist, dass ggf. in der Feiertagswoche eine Fehlzeit entstehen kann, wenn der Mitarbeitende am Feiertag arbeitet.

🚀 Beispiel: Ein Mitarbeitender hat eine 5-Tage-Woche, er arbeitet variabel. Wenn in einer Woche ein Feiertag auf einen Tag von Montag - Freitag fällt, dann wird das Soll gesenkt: Er muss 4 statt 5 Tagen arbeiten. Arbeitet der Mitarbeitende am Feiertag (= Zeitpunkt der Sollsenkung), entsteht eine Fehlzeit, wenn er dann an nur weiteren 3 Tagen eingeplant wird. Arbeitest du mit Guttagen, dann kann in so einem Fall eine Doppelberechnung des Guttags erfolgen. Eine manuelle Korrektur ist hierfür notwendig.

Individuelle Feiertagsregelung anlegen

Möchtest du anstelle der bei dir hinterlegten Standardregelung die jeweils andere Variante nutzen, kannst du dir eine eigene Feiertagsregelung erstellen. Gehe hierzu auf den grünen Button +Feiertagsregelung und vergebe dieser unter “Allgemein” individuellen Regel einen Namen. Anschließend wählst du aus, ab wann diese Regel gültig sein soll. Hier kannst du immer nur den Montag einer Kalenderwoche auswählen.

Hinweis: Bitte beachte: wenn du ein Gültigkeitsdatum in der Vergangenheit wählst, erfolgen Berechnungen rückwirkend neu.

Unter “Feiertagsregelung” kannst du die jeweilige Regelung auswählen. Speichere diese Einstellungen anschließend über den grünen Button “Speichern” ab.

🚀 Beispiel: Individuelle Feiertagsregelung “Ganze Woche betrachten”:

Rundung Solltage bei unterwöchigem Ein-/Austritt

Zu diesem Menüpunkt gelangst du über die Einstellungen, Berechnungsregeln & Rundung Solltage.

Einer deiner Mitarbeitenden tritt unterwöchig ein oder verlässt unterwöchig den Betrieb. Oder aber, für einen Mitarbeitenden ändern sich unterwöchig die Vertragsdaten, d.h. er wechselt bspw. von Vollzeit auf Teilzeit. Das hat zur Folge, dass der letzte Arbeitstag (Solltag) vom System nur noch anteilig mit den verbleibenden Soll berechnet wird. Entsprechend werden auch Abwesenheiten nur noch anteilig berechnet. Du möchtest in dieser Situation nicht mit ungeraden Solltagen und Stunden rechnen. Für diesen Fall hast du die Möglichkeit, die Solltage für diese angebrochene Woche zu runden.

Dir wird dann in der Auswertung entsprechend die Sollstundenzahl angezeigt, die gemäß Rundung der Solltage vom System berechnet wurde. Um die Regel einstellen zu können, klicke auf den Menüpunkt Einstellungen, dann auf Berechnungsregeln. Dort findest du dann den Reiter Rundung Solltage.

Grundsätzlich ist in gastromatic eine Standardregel mit Keine Regelung für Rundung bei Ein-/Austritt hinterlegt. Möchtest du dies anpassen, musst du eine neue Rundungsregel anlegen. Diese setzt die Standardregel ab dem Datum außer Kraft, das du für deine neue Rundungsregel festgelegt hast. Über den grünen Button +Rundungsregel kannst du eine neue Rundungsregel für die Rundung Solltage erstellen. Sobald du auf den grünen Button klickst, öffnet sich das Rundungsregel-Modal (siehe unten). Vergib hier einen Namen für die Rundungsregel (z. B. Rundungsregel individuell) und wähle ein Datum aus, ab wann die Rundungsregel gelten soll.

Anschließend klickst du auf Weiter und legst über das Drop-Down-Menü bei Rundung Sollarbeitstage bei unterwöchigem Ein-/Austritt fest, welchen Rundungstyp du verwenden möchtest. Beim Rundungstyp hast du die Auswahl zwischen Aufrunden, Abrunden und Kaufmännisch runden. Damit du weißt, wie das System jeweils auf die Sollstunden gemäß der Rundung der Solltage kommt, erfährst du anhand eines Rechenbeispiels beim jeweiligen Rundungstyp bei Aufrunden, Abrunden oder Kaufmännisch runden, wenn du mit der Maus über das “i”, d.h. den Tool-Tipp, fährst. Die Berechnungsgrundlagen findest du außerdem, wenn du hier weiter unten im Artikel liest. Anschließend speicherst du diese neue Rundungsregel über den grünen Button Speichern ab.

ℹ️ Hinweis: Bitte beachte, dass du die Rundungsregel für Solltage immer für alle betreffenden Mitarbeitenden ab einem bestimmten, von dir gewählten Zeitpunkt gilt. Möchtest du ein anderes Rundungsverfahren nutzen, dann kannst du einfach eine neue Rundungsregel ab dem gewünschten Datum anlegen. Die neue Rundungsregel greift ab dem neuen gewählten Tag.

In der Auswertung kannst du beim entsprechenden Mitarbeitenden nachprüfen, wie viele Sollstunden er für die angebrochene Woche zu erbringen hat. In unserem Beispiel haben wir bei Arnold Kaufmann die Rundungsregel kaufmännisch runden angewendet. Arnold tritt zum 10.08. aus dem Betrieb aus. Er hat gemäß seiner hinterlegten Vertragsdaten eine 40h-Woche an 5 Arbeitstagen. Er arbeitet variabel und hat somit keine festen Arbeitstage. Gemäß der Rundungsregel muss er in der Woche vom 08.08. - 14.08. insgesamt 24 Sollstunden an 3 Tagen erbringen.

ℹ️ Hinweis: Werte mit Nachkommastellen bspw. bei Urlaubstagen gehören endgültig der Vergangenheit an, wenn du eine Rundungsregel für Solltage anlegst.

Berechnungsgrundlage Rundungsregel

Damit du weißt, wie das System jeweils auf die Sollstunden gemäß der Rundung der Solltage kommt, findest du hier die Berechnungsgrundlagen. Diese findest du auch, wenn du die Rundungsregel anlegst und bei Rundungstyp jeweils bei Aufrunden, Abrunden oder Kaufmännisch runden über das “i”, d.h. den Tool-Tipp fährst.

Aufrunden

🚀 Beispiel: Mitarbeitender mit 40 Sollstunden an 5 variablen Tagen pro Woche bei unterwöchigem Eintritt am Mittwoch

🔢 Berechnung:

40 Sollstunden / 7 Kalendertage = 5,71 Sollstunden pro Kalendertag

Mittwoch - Sonntag = 5 Kalendertage

5 Kalendertage x 5,71 Sollstunden pro Kalendertag = 28,56 verbleibende Sollstunden für die Eintrittswoche

28,56 Sollstunden / 8 Sollstunden pro Tag = 3,57 verbleibende Sollarbeitstage

3,57 Sollarbeitstage werden auf 4 Sollarbeitstage und 32 Sollstunden aufgerundet.

Abrunden

🚀 Beispiel: Mitarbeitender mit 40 Sollstunden an 5 variablen Tagen pro Woche bei unterwöchigem Eintritt am Mittwoch

🔢 Berechnung:

40 Sollstunden / 7 Kalendertage = 5,71 Sollstunden pro Kalendertag

Mittwoch - Sonntag = 5 Kalendertage

5 Kalendertage x 5,71 Sollstunden pro Kalendertag = 28,56 verbleibende Sollstunden für die Eintrittswoche

28,56 Sollstunden / 8 Sollstunden pro Tag = 3,57 verbleibende Sollarbeitstage

3,57 Sollarbeitstage werden auf 3 Sollarbeitstage und 24 Sollstunden abgerundet.

Kaufmännisch runden

🚀 Beispiel: Mitarbeitender mit 40 Sollstunden an 5 variablen Tagen pro Woche bei unterwöchigem Eintritt am Mittwoch

🔢 Berechnung:

40 Sollstunden / 7 Kalendertage = 5,71 Sollstunden pro Kalendertag

Mittwoch - Sonntag = 5 Kalendertage

5 Kalendertage x 5,71 Sollstunden pro Kalendertag = 28,56 verbleibende Sollstunden für die Eintrittswoche

28,56 Sollstunden / 8 Sollstunden pro Tag = 3,57 verbleibende Sollarbeitstage

3,57 Sollarbeitstage werden auf 4 Sollarbeitstage und 32 Sollstunden aufgerundet.

Rundung Stempelzeiten

Zu diesem Menüpunkt gelangst du über die Einstellungen, Berechnungsregeln & Rundung Stempelzeiten.

Wir bieten für die Auswertung das manuelle Runden von Stempelzeiten an. Dies kann dir aus verwaltungstechnischen Gründen und für eine bessere Übersichtlichkeit dienen. Dabei hast du die Möglichkeit auf verschiedene Intervalle von 2 bis 30 Minuten zu runden.

🚀 Beispiel: Runden auf 10 min

Stempelzeit: 07:04 Uhr wird gerundet auf 07:00 Uhr

Stempelzeit: 07:06 Uhr wird gerundet auf 07:10 Uhr

Wenn du die Einstellung getroffen hast, musst du bei einer gestempelten Zeit deiner Mitarbeitenden nur noch in die Auswertung und dort die Rundung vornehmen. Dazu wählst du die zu bearbeitende Zeit an und fährst mit dem Mouseover drüber. Wenn du dann auf die schwarze Uhr 🕒 klickst, ändert das System die gestempelte Zeit auf das gewählte Rundungsintervall ab.

Weitere Einstellungen

Über den Reiter "Weitere Einstellungen" kannst du abschließend Einstellungen zu HR-Kennzahlen tätigen. Wenn du mit HR-Kennzahlen wie der Vollzeitäquivalenten (VZÄ) bzw. Fulltime-Equivalent (FTE) auf Englisch, der Mitarbeiterfluktuation oder der Krankheitsquote arbeiten möchtest, dann kannst du hier Folgendes festlegen:

Vollzeitäquivalente:

Gib in das freie Feld bei Vollzeitäquivalent (Sollstunden pro Woche) die Anzahl der Wochenstunden deiner Vollzeitkräfte ein, z. B. 40.

Ein Vollzeitäquivalent gibt an, we viele Sollstunden (ohne Abzug von Urlaub und Krankheit) ein Vollzeitmitarbeitender in der Regel arbeiten sollte. Im Modul Auswertung kannst du so bspw. pro Betrieb oder Arbeitsbereich sehen, wie hoch deine rechnerische Kapazität an Vollzeitmitarbeitenden zum gewählten Zeitpunkt ist.

ℹ Hinweis: VZÄ ist eine über einen längeren Zeitraum betrachtete, stabilere Kennzahl als Anzahl der Mitarbeitenden. Denn: bei der Kennzahl Anzahl der Mitarbeitenden wird die Höhe der individuellen Sollstunden nicht berücksichtigt.

Mitarbeiterfluktuation:

Diese Kennzahl gibt die Mitarbeiterabgänge wieder, wobei interne Fluktuationen nicht betrachtet werden. Für diese Kennzahlen gibt es verschiedene Standardformeln, von denen du eine auswählen kannst.

Zwischen folgenden Standardformeln kannst du wählen:

  • BDA: Hier wird der Quotient aus Abgängen und der durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl gebildet. Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl ist die Summe der Anzahl der Mitarbeitenden zu Beginn des Referenzzeitraums und die Anzahl der Mitarbeitenden am Ende des Zeitraums mit dem Faktor 0,5 multipliziert.

    🚀Beispiel: Du betrachtest den Monat Januar in deinem Betrieb. Zu Beginn des Monats hast du 35 Mitarbeitende, am Ende des Monats sind es nur noch 32 Mitarbeitende. Demnach haben 3 Mitarbeitende zum Ende Januar den Betrieb verlassen.

    Berechnung durchschnittliche Mitarbeiteranzahl: (35 + 32) * 0,5 = 33,5

    (3*100)/33,5 = 8,9 %

  • Schlüter: Hier wird der Quotient aus Abgängen und der Summe aus Anzahl der Mitarbeitenden am Start des Referenzzeitraums und den Zugängen im gewählten Zeitraum gebildet.

    🚀Beispiel: Du betrachtest den Monat Januar in deinem Betrieb. Zu Beginn des Monats hast du 35 Mitarbeitende, 3 Mitarbeitende verlassen den Betrieb, 1 kommt neu hinzu.

    Berechnung durchschnittliche Mitarbeiteranzahl: (3*100) / (35 +1) = 8,33%

Krankheitsquote:

Die Krankheitsquote vergleicht krankheitsquotenrelevante Abwesenheiten (Einstellung Abwesenheitskategorie) mit dem Soll der Mitarbeitenden in einem gewählten Zeitraum. Auf welcher Basis Soll und Abwesenheiten berechnet werden sollen, kannst du hier festlegen.

Es stehen dir vier Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung, denen jeweils eine unterschiedliche Definition zugrunde liegt:

  • Tagesbetrachtung, nur Mitarbeitende mit Sollstunden: Es werden hierbei nur Mitarbeitende betrachtet, die ein Soll in ihren Vertragsdaten hinterlegt haben. Unabhängig von der Höhe des Solls der Mitarbeitenden werden die Krankheitstage mit den Solltagen verglichen.

  • Stundenbetrachtung, nur Mitarbeitende mit Sollstunden: Es werden nur Mitarbeitende betrachtet, die ein Soll in ihren Vertragsdaten hinterlegt haben. Da hier die Abwesenheitsstunden mit den Sollstunden verglichen werden, werden Krankheiten von Mitarbeitenden mit höherem Soll höher gewichtet.

    ℹ Hinweis: Betrachtet man mehrere Mitarbeitende, so hat man bei der Stundenbetrachtung einen höheren Wert, wenn Mitarbeitende mit höheren Sollstunden pro Tag krank sind und umgekehrt.

    🚀 Beispiel: Du betrachtest 2 Mitarbeitende, Mitarbeitender 1 hat 40h Soll/Woche (5Tage) und Mitarbeitender 2 hat 20h/Woche (5Tage). Dies ergibt ein Gesamt Soll von, in Stunden 60h und in Tagen 10 Tage. Mitarbeitender 1 ist zwei Tage krank, Mitarbeitender 2 ist einen Tag krank. → KQ (Stunden) = (8h + 8h + 4h) / (60h)= 33% → KQ(Tage) = (1+1+1) / 10 =30%

    Auf Stundenebene werden Krankheiten mit einer längeren Arbeitszeit höher gewichtet.

  • Tagesbetrachtung, Mitarbeitende mit und ohne Sollstunden: Hier wird die Krankheitsquote für Mitarbeitende mit Soll und ohne Soll errechnet. Für Mitarbeitende ohne Soll wird ein kalkulatorisches Soll anhand der bezahlten Abwesenheitstage in der Lohnvorlage ermittelt.

  • Stundenbetrachtung, nur Mitarbeitende mit und ohne Sollstunden: Hier wird die Krankheitsquote für Mitarbeitende mit Soll und ohne Soll errechnet. Für Mitarbeitende ohne Soll wird ein Soll, d.h. die Höhe der Abwesenheit, anhand der Durchschnittsmethode und den bezahlten Abwesenheitstagen in der Lohnvorlage ermittelt. Hierzu wird aus der Lohnvorlage, die Anzahl der bezahlten Abwesenheitstage herangezogen (=Anzahl der Solltage/Woche) und der Wert durch sieben dividiert. Der durchschnittliche Wert aus der Durchschnittsmethode (= Sollstunden pro Tag) wird ermittelt.

ℹ Hinweis: sollten die Zahlen der Berechnung der Krankheitsquote falsch oder unvollständig sein dann prüfe bei Einstellungen-Abwesenheiten-Abwesenheitskategorien ob in den einzelnen Krankheits-Kategorien ein Häkchen bei Fließt in Krankheitsquote ein hinterlegt ist

PKQ (Personalkostenquote):

Die Personalkostenquote (PKQ) zeigt das Verhältnis von Personalkosten zu den Umsätzen für den, in der Auswertung, ausgewählten Zeitraum. An dieser Stelle kannst du einstellen, ob für die Berechnung der PKQ, Abwesenheitskosten mit einfließen sollen (Mit Abwesenheitskosten) oder nicht (Ohne Abwesenheitskosten).

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