Wie wir in unseren anderen Artikeln zur Kurzarbeit im Detail beschreiben, werden die Kurzarbeitsstunden in der Regel durch die sollsenkende Abwesenheitskategorie "Kurzarbeit" abgebildet und stundengenau oder ganztägig eingepflegt. In einem ganz bestimmten Fall stößt diese Methode jedoch an ihre Grenzen, nämlich bei Stundenlohnempfängern ohne Soll, deren Abwesenheiten nach der Durchschnittsmethode berechnet werden.

Das Problem der Abwesenheit Kurzarbeit ist, dass die Berechnung der Stunden, die im Kompaktexport ausgewiesen werden, auf dem Soll des Mitarbeiters beruht und damit bei Stundenlohnempfängern ohne Soll immer 0 steht. Es gibt nun zwei mögliche Wege, damit umzugehen:

  1. Die Abwesenheitskategorie Kurzarbeit wird verwendet wie bei anderen Mitarbeitern auch, die Kurzarbeitsstunden werden stundengenau (nicht ganztägig) eingetragen. In diesem Fall kann am Ende des Monats ein Einfachexport gezogen werden und die Kurzarbeitsstunden tauchen mit Anfangs- und Endzeit auf, müssen jedoch manuell (oder mithilfe von Excel-Formeln) zusammengerechnet werden.
    Diese Variante eignet sich, wenn du keine ganztägigen Abwesenheiten verwendest, die Bewegungsdaten nicht per Lohnschnittstelle überträgst und/oder die Stunden im Export manuell auswerten kannst.
  2. Es wird eine neue Abwesenheitskategorie erstellt, welche die gleichen Eigenschaften wie zum Beispiel die Kategorie Krankheit besitzt (siehe Bild). Sie wird für ganz- oder halbtägige Kurzarbeit eingetragen und berechnet den Wert eines Arbeitstags nach der bekannten Durchschnittsmethode. So können die Kurzarbeitsstunden später exportiert werden (Kompaktexport), es werden in gastromatic jedoch Kosten berechnet und damit ggf. die Personalkennzahlen verfälscht.
    Diese Variante kommt in Frage, wenn du mit ganz- oder halbtägigen Abwesenheiten arbeitest (nicht stundenweise) und in Kauf nehmen kannst, dass beispielsweise die Kosten in gastromatic für diesen Zeitraum nicht korrekt dargestellt werden.

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